Fuchs du hast die Gans gestohlen,...

 

 

 

Kaum jemand kennt diesen Satz aus dem Kinderlied nicht!

Und immer noch nehmen wir den Fuchs als Bedrohung wahr.

Überhaupt habe ich oftmals den Eindruck, dass viele Tiere mit 4 Pfoten (Bär, Luchs, Fuchs, Wolf,…) in erster Linie als Gefahr wahrgenommen werden, anstelle sich über Artenvielfalt zu freuen. Jäger fühlen sich immer wieder in der Ausübung ihres Hobbies bedroht. Fuchs, Bär, Wolf reißen ihr schießbares Wild. Natürlich machen diese Tiere keinen Unterschied in der Nahrung. Was erwischt wird, wird gerissen. Die Trophäe interessiert einen Wolf nicht. Die Trophäe interessiert aber den Jäger. Probleme sind vorprogrammiert.

Leider nehmen nur wenige Jäger diese Tiere als Regulierer an.

 

Eine weitere Furcht, die in unseren Köpfen einzementiert ist:

Der Fuchs als Überträger von Krankheiten. Tollwut, Fuchsbandwurm, das sind die ersten Krankheiten, die uns zum Fuchs einfallen.

Die Realität gibt uns allerdings höhere Chancen von einem Auto angefahren zu werden, oder aus dem Urlaub eine Krankheit mit nach Hause zu bringen, als am Fuchsbandwurm zu erkranken oder tollwütig zu werden („toll sein“ klappt manchmal auch ganz ohne Fuchsbiss, „tollwütig sein“ auch).

 

Füchse fressen unsere Haustiere.

Natürlich besteht die Gefahr, dass Hühner, Kaninchen,… vom Fuchs gefressen werden.

Wäre ich Fuchs, Bär, Wolf oder Luchs würde ich es mir auch so leicht wir irgend möglich machen, wenn es darum ginge meinen Hunger zu stillen.

Mit wenigen Handgriffen kann man seine Tiere schützen, zumindest bei Kleintieren gelingt das leicht. Stall, Stall, Stall, fuchssicherer Stall.

Bei Schafen ist dies natürlich schon schwieriger, das gebe ich zu.

In einer Landwirtschaft wirkt häufig der Haushund Wunder und ist ein hervorragender Beschützer (es gibt sogar spezielle Hunderassen, die „ihre“ Schafe geradezu im Minutentakt durchzählen und bestens bewachen). Der Ciobanese Romanesc Carpatin ist ein toller Hund, der sich weder vor Tod & Teufel, noch vor Bär, Luchs, Wolf… fürchtet.

 

Dass sich Füchse ungezügelt vermehren, ist oftmals pure Propaganda der Fuchsjagd, denn - wie alle Tiere - reguliert sich der Wildtierbestand von selber.

Wenig Nahrung, wenig Nachwuchs.

Mehr Nahrung, mehr Nachwuchs.

Wenig Nahrung, wenig Nachwuchs.

 

Ein bisserl Toleranz hilft allen und ganz ehrlich:

Wann habt ihr zuletzt einen Fuchs, Bären, Wolf oder Luchs in freier Natur gesehen, der euch nahe kam (Zoo gilt nicht)?

Meine letzte Fuchssichtung liegt Jahre zurück. Nacht war es, zwei Junge hatte sie mit, die Fähe,… ein herrlicher Anblick!

Dann und wann höre ich Füchse in der Nacht bellen, aber leider viel zu selten!

 

Gruß, Astrid

 

Wildtierschutz Deutschland http://www.wildtierschutz-deutschland.de/ hat mich zu diesem Beitrag angeregt! 

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