Fichten im Siedlungsgebiet!?

Was haben Fichten auf (Bau)Grundstücken in Siedlungsgebieten verloren?

 

Antwort: Nichts! Und sie sollen dort auch nicht gepflanzt werden.

 

Warum?

 

Fichten sind Flachwurzler und aufgrund ihres schnellen Wachstums - immerhin bis zu 37 cm pro Jahr und einer Endhöhe von bis zu 60 Metern - vor allem eine forstwirtschaftlich genutzte Baumart.

 

Außerdem sind sie immergrüne Bäume mit Nadeln, die (no na) auch im Winter ihre Nadeln nicht verlieren (sonst wären sie ja nicht immergrün).

 

Dieses dichte Nadelkleid verursacht besonders bei starkem Wind, Sturm immer wieder Probleme, da sich der Wind in den Ästen gut fängt. Bei einem Baum, der im Herbst seine Blätter verliert, bietet sich dem Wind übrigens kaum Angriffsfläche.

 Eine Fichte, die bereits eine stattliche Höhe erreicht hat (das muss gar nicht die ausgewachsene Endhöhe sein) und zudem ein Flachwurzler ist, kann leicht vom Wind umgedrückt werden. Sie kann sich weder mit tiefreichenden Wurzeln gut im Boden verankern, noch auf die Schnelle ihrer Nadeln entledigen, wenn ein Sturm aufzieht.

Fällt die Fichte, dann Gnade dem eigenen oder nachbarlichen Haus/Garten/Auto,… vor dem in Fallrichtung stehenden Baum.

 

Als Sichtschutz gibt es viele Alternativen, es muss keine Fichte sein (übrigens auch keine Thuje).

 

Wer Bienenwiese aufmerksam liest, hat sicher schon bemerkt, dass ich kein Freund von Thujen bin und ein Freund von Fichten bin ich auch nur im Rahmen eines Mischwaldes und überhaupt nicht als Monokultur (ich hör‘ schon den Borkenkäfer/Buchdrucker schmatzen) und schon gar nicht gehören Fichten in ein Siedlungsgebiet.

 

Gruß, Astrid

 

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