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Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii)

 

 

Warum Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) unbeliebt ist und als Neophyt gilt (sinngemäß wiedergegebenes Gespräch mit einem Biologen).

 

1) Es ist nicht weiter dramatisch, dass wir Buddleja im Garten haben,

2) ABER die Samen sind die wirkliche „Gefahr“ an der Pflanze,

3) denn sie neigen dazu sich kilometerweit mit dem Wind verstreuen zu lassen und

4) siedeln sich in Bereichen an, die vor allem durch Kies, Schotter… geprägt sind, z. B. Bahntrassen, Flussufergebiete.

5) Dort wiederum verdrängen sie die einheimische Vegetation massiv.

 

Warum dies ein Drama ist?

 

Weil vor allem Insekten, dabei besonders Schmetterlinge, Lieblingssorten in der Vegetation haben, was Ernährung und Fortpflanzung betrifft. Häufig ist deren Lebensraum genau dort anzufinden, wo sich Kies, Schotter… und die dazu passende einheimische Vegetation befinden. Wenn sich dort Schmetterlingsflieder breitmacht, verdrängt dies die Fortpflanzungsbereiche der Schmetterlinge enorm.

 

Deswegen:

Entweder sterile Sorten kaufen (die es in England schon vielfach gibt, bei uns – so der Biologe – wird dagegen auf sterile Sorten noch kaum Wert gelegt) oder

die Samen abschneiden, bevor sie sich auf den Weg der Vermehrung begeben.

 

Gruß, Astrid

 

PS: Übrigens, eine Schmetterlingsraupe, die sich zufällig auf einem Schmetterlingsflieder verirrt, stirbt nicht eines Hungertodes, weil sie auf der „falschen“ Pflanze gelandet ist (sagt der Biologe). Sie orientiert sich einfach um und folgt ihrem Appetit. Die kann das, vor allem auch deswegen, weil die Frau Schmetterlings-Mama ihre Eier dort ablegt, wo sie zuvor genug zu Fressen hatte, also auf ihren Lieblingspflanzen.

 

Wenn es allerdings nur Schmetterlingsflieder in eurem Garten gäbe, dann wäre die Raupe arm dran.

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