BIENENWIESE?

BIENENWIESE...

BIENENWIESE!

...eine Wiese ist eine Wiese, meinT man,... stimmt aber nicht!

Ich bin eine Bienenfreundin!
Ich liebe alle 30.000 bis 70.000 Bienen eines Volkes und bin dabei ein bisserl egoistisch, denn ich mag Honig. Doch die Bienen haben es nicht leicht, sie sterben, weil sie unter Parasiten leiden und auch unter dem Einsatz chemischer Keulen (auch Unkrautvernichtungsmittel, die den Rasen "schön" halten, gehören dazu). Die vergangenen Winter haben teilweise 50 % der Völker nicht überlebt, in manchen Gebieten Österreichs haben die Imker keinen einzigen Bienenstock über den Winter gebracht.

Jetzt kann man das Problem auf verschiedene Weise angehen:
1) Ich kann mich unbeeindruckt zeigen und ganz 

    einfach den Imkern die Arbeit überlassen, damit

    diese sich für die Bienen einsetzen.
2) Wir können es auch der Politik überlassen, etwas

    für die Bienen zu tun.
3) Ich kann es aber - und das ist auch die schönste

    Variante, denn sie blüht - selber in die Hand

    nehmen, denn jeder Einzelne kann etwas gegen

    das Bienensterben tun.


Ein bisserl mehr Wiese, ein bisserl weniger Rasen.
Blütenvielfalt zulassen: Klee, Astern, Kriechender Günsel, Wildrosen sowie alle ungefüllten Rosen, Thymian, Ginster, Weidenkatzerl, Fetthennen, Gräser, Löwenzahn und überhaupt viele ungefüllte Blüten, Himbeeren, Kronwicken,... jedem von Euch fällt dazu sicher etwas Schönes ein!


                        5 vor 12 ???

"5 vor 12" ist es nur, wenn wir es zulassen!


Weniger ist mehr!

Um die Bienen zu schützen und die Artenvielfalt zu stärken, braucht es vielfältige und blütenreiche Naturflächen.

Wer mit offenen Augen durch die Natur wandert, hat Gelegenheit festzustellen, dass all das um uns herum bereits geschieht, z. B. indem gemeindeeigene Hangbereiche blühen dürfen (und das hat nichts mit Mähfaulheit zu tun) und das um unsere Kirche in Reichraming eine Salbei-Klee-Margeriten-Wiese wachsen darf.


Was es dazu braucht: Menschen mit Sinn für Kreativität und die Umsetzung kleiner Ideen, die einfach Schritt für Schritt passieren. Weniger mähen, bedeutet mehr Genuss für jene Tiere, denen der angebotene Blütenreichtum als Nahrungsquelle dient.


"Danke!" an die Gemeinde Reichraming für das Belassen von Blühbereichen!


"Top 10 oder mehr" der bienen-un-freundlichsten arten!

Flieder, Forsythien, gefüllte Buschwindröschen, Hortensien (ausgenommen Rispen- und Kletterhortensien), Kirschlorbeer, gefüllte Züchtungen verschiedener Stauden, Sträucher oder Bäume, z. B. gefüllte Rosen, Clematis oder japanische Zierkirschen, Garten-Yucca, Pelargonien, Thujen, Tulpen,... und viele mehr. Ihr habt sicher auch bereits Erfahrungen sammeln können und bemerkt, was eure Bienen schätzen und welche Pflanzen von ihnen einfach links liegen gelassen werden. Im besten Fall summen sie verächtlich und schütteln die Pollenhöschen!

Zum Trost: Solche Arten finden sich auch bei mir im Garten. Das fällt eindeutig unter gärtnerische Sünden, wobei die Schwerpunkte damals - beim Setzen - auf Duft und Optik lagen. Wobei der Flieder schon auch die menschlichen Sinne sehr umschmeichelt und das darf ja auch sein :)

 

Heute würde ich einen Teil dieser Pflanzen und Sträucher wahrscheinlich nicht mehr setzen, denn "hübsch sein" ist zu wenig, es muss auch was "d'ran sein", damit es allen passt!


Beste Pflanzzeit für Thujen?

„Nie“, denn Thujen sind grüne Monster!

 

 

 

 

Beste Pflanzzeit für viele anderen Pflanzen, wie z. B. Wildrosen?

 

"Jetzt!"

 

Die Vorteile einer Thujenhecke:

Grüner Sichtschutz,

Schneckenhoheitsgebiet &

Schutz davor, dass man künftig nie unter Arbeitsmangel leiden wird.


In ganz kurzer Zeit bietet eine Thujenhecke das, was sich die meisten Hausbesitzer wünschen, nämlich Sichtschutz.

Bedingt durch das schnelle Wachstum wird sie gerne an der Gartengrenze gesetzt (meist im Herbst).


Was sich die meisten Hausbesitzer nicht wünschen, bietet eine Thujenhecke auch:

Sie bietet den Nacktschnecken nämlich sehr guten Schutz vor der strahlenden Hitze der Tagessonne und die nötige Feuchtigkeit, damit diese sich stark vermehren und verstecken können.

Am Abend oder am frühen Morgen kommen die Schnecken dann zu Besuch ins Gemüsebett, freuen sich aber auch über frische Blühpflanzen, die bereits unmittelbar nach dem Einpflanzen aufgefuttert werden.

Außerdem brauchen Thujen regelmäßig Schnitt, um nicht zu verkahlen, um schön dicht zu bleiben. Empfohlen wird daher ein Frühjahrs- und gerne auch ein Herbstschnitt.

Das, und dass die Hecke schön grün ist, sind die Vorteile einer Thujenhecke.


Gelesen habe ich auch, dass in der Naturheilkunde Thuje zur Behandlung von Warzen verwendet wird, was ich euch hiermit NICHT empfehle, denn das in der Thuje enthaltene Öl ist stark giftig bis hin zur Tödlichkeit.

Wie immer: Die Menge macht das Gift!!!


Wenn man genauer darüber nachdenkt, stellt man natürlich fest, dass sehr viele Gartenpflanzen giftig sind.

Viele davon tolerieren wir, weil sie gleichzeitig auch nützlich sind oder hübsch oder duftend oder...


Die Thuje aber…

…ich denke es genügt, denn ihr habt schon bemerkt, dass ich Thujen nicht mag und sie mir auch nicht besonders gefallen.

Und befragt man Thujenbesitzer zu ihren grünen Hecken erntet man meist Seufzer und ein „Noch einmal würd‘ ich sie nicht setzen!“

Was kann ich euch als wunderschöne, bezaubernde, schmackhafte Alternativen in Form von Sträucher, Stauden & Bäumen anbieten, die Bienen & Vögeln sowie vielen kleinen Nützlingen dienen?


Brombeere & Himbeere (darüber freuen sich auch Kinder),

Eberesche (Sorbus aucuparia),

Efeu (Hedera),

Felsenbirne (Amelanchier),

Garteneibisch (Hibiscus),

Haselnuss (Corylus avellana),

Heckenkirsche (Lonicera fragantissima, Lonicera nitida),

Holunder (Sambucus, herrlicher Duft!),

Johanniskraut (Hypericum Hidcote),

Kartoffelrose (Rosa rugosa),

Kornelkirsche (Cornus mas),

Liguster (Ligustrum vulgare),

Maiblumenstrauch (Deutzia gracilis),

Mispel (Mespilus germanica),

Salweide (Salix, unser “Palmkatzerl”, ebenso wie viele andere Weiden, die Kätzchen bilden),

Sanddorn (Hippophae rhamnoides),

Schlehe (Prunus spinosa),

Schmetterlingsstrauch (Buddleja),

Schneeball (Viburnum),

Spiersträucher (Spiraea),

Steinweichsel (manche sagen dazu auch Felsenkirsche, Prunus mahaleb)

Weinrose (Rosa rubiginosa),

Weißdorn (Crataegus),

Wildrosen („Hundsrose“, wichtig ungefüllte Rosen),

Zierquitten (Chaenomeles japonica).


Einige davon werden groß und breit, andere bleiben zart oder auch niedrig, weitere sind gute Bodendecker.


Was sie alle gemeinsam haben?

Sie sind tolle Nahrungsquellen, und das nicht nur für Bienen.

Außerdem bieten sie ein Bandbreite an Nahrung über fast das gesamte Jahr und dienen gleichzeitig als Unterschlupf und Nistplatz für Vögel und viele Nützlinge, viele Kleintiere.

Für jeden Gartengröße sind nützliche und hübsche Varianten dabei.

Lasst euch berauschen und stellt im Netz Nachforschungen dazu an, die botanischen Bezeichnungen sind immer hilfreich.


Meine Lieblingswildrose, die ich - am Frühstückstisch sitzend - immer im Auge habe, wird während der Blüte von vielen Fluggästen besucht, besonders beliebt ist sie bei... seht selbst, die Fotos zeigen es!

Und meine Veilchenblau, eine stachellose Ramblerrose, ergießt sich in einem prachtvollen Blütensturm. Mit dieser Blütenpracht habe ich heuer die Bienen gefüttert, die daraufhin fast nicht mehr fliegen konnten, weil die Pollenhöschen so nach unten gezogen haben.

Ach, es gibt so viele hübsche, grün-blühende & nützliche Zeitgenossen, es muss wirklich keine Thujenhecke sein!


Rasenpflege einst & jetzt!

Gärtner werden bekanntlich alt (und sind außerdem auch immer die Mörder).

Alleine deswegen bin ich leidenschaftliche Gärtnerin :)

 

Einer meiner Nachbarn, ein rüstiger Herr, der meinem Bild eines Gärtners genau entspricht (ausgenommen dem Bild des Gärtners als Mörder), hat mir Folgendes erzählt:

Als er vor vielen Jahrzehnten, nach dem Hausbau, seine Gartengestaltung begann, war ein „Englischer Rasen“ ein MUSS. Ohne Englischen Rasen war das Gelände ums Haus einfach nicht perfekt.

 

Um so einen Rasen zu erhalten, mussten täglich Unkräuter entfernt werden.

Das erinnert mich irgendwie an „Asterix bei den Briten“, an die Comic-Zeichnung im Heft, in der der Gärtner mit einer kleinen goldenen Sichel den Rasen bearbeitet.

Diese entfernten Unkräuter wurden übrigens nicht einfach auf den Kompost geworfen, denn von dort hätten die Samen ja wieder in den Rasen gelangen können.

Nein, nix da! Die wurden im Restmüll entsorgt oder zumindest weit, weit, weit weg vom Haus kompostiert.

 

In einer ländlichen Gegend, wie der unseren, eine Sisyphusarbeit, denn wir sind umgeben von Natur, von Kräutern,… die auch vor der heiligen Staatsgrenze eine Englischen Rasens nicht Halt machen.

Irgendwann hat er aufgegeben und Gänseblümchen durften einziehen, das Löwenzahnstechen wurde wegen Sinnlosigkeit eingestellt und überhaupt hat man(n) alles gelassener gesehen!

Find’ ich schlau und außerdem viel entspannender!

 

Er hat mir dann gesagt, dass ihm meine Günsel- und Löwenzahnplantage gefällt und dieses Lob gefällt wiederum mir.

Wir Gärtner müssen uns gegenseitig viel mehr loben, wir haben es verdient :)

Und die Natur zeigt uns sowieso, dass sie sich bei uns wohler fühlt als in den sterilen Gärten, in denen nur Design zählt.

 

Mein allerliebster Frühlingsgruß im Ex-Rasen, der "Kriechende Günsel", der bis vor kurzem bei kaum jemandem im Rasen Beliebtheit genossen hat.

 

Ich & besonders Hummeln mögen den Günsel.

 

Ist doch hübsch und vor allem eine perfekte Quelle für die Baumhummel, die ihren Appetit am Günsel stillt.

 

 

Seit einiger Zeit lese ich in Pflanzenzeitschriften immer wieder über den Günsel als Zierpflanze. Bei mir hat sich diese Zierpflanze (die bisher eher als lästiges Kraut abgetan wurde) brav freiwillig angesiedelt. Inzwischen kann man ihn sogar kaufen!!! Da bin ich aber froh, dass dieses Unkr..., ähm... Zierpflanzerl bei mir so ordentlich wächst :)

 Günsel, Günsel, Günsel,... so weit das Auge blickt!


Bienenbaum

 

 

 

Ich hab‘ mir was gekauft.

Ich hab‘ mir was Schönes gekauft!!!

 

Wenn Frauen so jubeln, verdrehen Männer die Augen und denken an Kleidung und Schuhe.

 

 

 

 Wenn ich so in Jubelstimmung komme, dann schwärme ich überschwänglich von einer tollen Pflanze, einem Strauch, einem Baum, etwas Grünem, das ich in meinem Garten unterbringen kann.

Denn: Eine wertvolle Nahrungsquelle für die Bienen ist vergleichbar mit einem guten Freund für den Menschen!

 

Mein neuester Freund ist ein Lebensbaum für die Bienen, die „Duftraute“.

Das klingt nach einem Strauch oder einer Staude.

Tatsächlich ist es ein Baum, der auch bei uns die beachtliche Höhe von bis zu 12 Metern erreichen kann und daher passt er nicht in jeden Garten.

 




Natürlich hält der Name „Duftraute“ auch, was er verspricht.


Der Baum duftet und liefert gleichzeitig wertvolle Nahrung für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere Insekten.




Vor allem blüht die Duftraute in einer Zeit, in der das Nektarangebot in unserer Kulturlandschaft nachlässt, die Bienen aber ihre Brut fürs nächste Jahr erneuern. Der Baum ist über und über mit weißen Doldenblüten besetzt und diese Blüten spenden Nahrung von Ende Juni bis in den Oktober hinein. Später werden daraus Samen, die wiederum gerne von Vögeln verschmaust werden.

Los geht’s mit der Blüte, wenn der Baum zwischen 4 und 6 Jahre alt ist.

Jetzt ist es aber so, dass mein Garten zu klein für diese relativ groß werdende Besonderheit ist.

Vor allem da schon ein paar Weiden, zwei Apfelbäume, ein Zwetschken-Baum, eine Mispel und noch ein paar Bienenfreunde in selbigem Garten Platz gefunden haben.


Was also tun, wenn man Bienen etwas Gutes tun will und keinen Platz mehr hat, um so einen tollen Nahrungsspender im eigenen Garten unterzubringen?

  1. Man sucht sich einen Imker mit vieeel Platz im Garten.

  2. Man erkundet dessen Geburtstag.

  3. Man schenkt den Baum dem Geburtstagskind mit einer Pflege- und Liebhabe-Anleitung

  4. Sind Punkt 1 bis 2 erfolgreich abgeschlossen, schreitet man zu Punkt 3, was ich in diesem Fall einfach gemacht habe.

Es gibt nicht viele Gärtnereien in Österreich, die das gute Stück züchten und auch versenden.

Ich hätte den Baum auch in Deutschland bestellen können, wollte aber:

  1. die österreichische Wirtschaft fördern

  2. und außerdem, dass der Baum das heimische Klima gewöhnt ist. Schließlich ist sein Ursprungsland China und es ist immer gut, wenn man einen abgehärteten Typen in den Garten lässt. Das wiederum übernehmen die heimischen Gärtnereien für uns Gärtner.

Bestellt habe ich meinen Wunschbaum bei Frau Helga Wagner von Gartenbau H. & H. Wagner in Kapfenstein (Steiermark), die üblicher Weise nicht versenden, aber mir zuliebe eine Ausnahme gemacht hat, was mir ein herzhaftes Lächeln ins Gesicht zaubert!

www.gartenbauwagner.at

 

Danke!“

Danke!“

Danke!“


Daher ist „Euodia hupehensis“, der Bienenbaum… klein, fein und mein! Allerdings nur solange bis das Baumgeschenk seinen Weg zum Beschenkten findet!


PS: Das Gute an diesem Baum - der bereits in den 1950er-Jahren den Weg zu uns fand - ist, dass er kein aggressiver Neophyt ist. Neophyten sind Pflanzen, die bei uns nicht heimisch sind und durch Einwanderung den Weg zu uns gefunden haben sowie gleichzeitig die heimische Vegetation aggressiv verdrängen, also zur invasiven Maßlosigkeit neigen. Solche Pflanzen, die sich zu einem Ärgernis entwickeln, sind z. B. Ambrosia,

Staudenknöterich, Engelwurz, Robinie, Götterbaum, das Drüsige Springkraut oder Goldruten.

Einer unter Tausend Neophyten ist bedrohlich für unsere Pflanzenwelt und damit massiv lästig.


Nicht jedoch der Bienenbaum!


Bienenweiden...

Manche Blüten sind schön.

Manche Blüten sind nützlich.

Manche Blüten muss man genau betrachten, um ihren Zauber zu sehen.

Manche Blüten sind Bienenschmeichler.

Manche Blüten sind Herbstastern und Herbstastern sind Bienenfreunde!


Mahlzeit!

Meine Fetthennen bemühen sich redlich und dienen als herbstliche Bienennahrung.

Kleine und große Bienen, Schmetterlinge, Wespen, Fliegen,... finden sich zum Jausnen ein.

Und mich freut es, wenn es den „Naschkatzen“ schmeckt!


Herbstputz im garten?

Kaum Herbstputz im Garten!

 

Ich überlege gerade, ob ich mit dem Laub, dass sich im Laufe der nächsten Tage und Wochen beim mir ansammeln wird, nicht einfach einen Igelunterschlupf anlege.

 

Zwar habe ich in unserer Siedlung noch keinen Igel bemerkt, allerdings bieten solche Laubhaufen ja auch anderen Tieren Unterschlupf.

 

Die größeren Haufen aus Laub, Reisig oder Stein können zur Wohnung für Eidechsen, Käfer und Spinnen werden.

Lauter Nützlinge, die ich im nächsten Gartenjahr wieder brauchen werde.

 

Überhaupt sollte ich es mit dem heimischen Herbstgartenputz nicht zu genau nehmen.

Samenstände und Stängel von Stauden bieten Nahrung und Winterquartier für Vögel, Käfer sowie Kleinstlebewesen, die sich nächstes Jahr meiner Rosenläuse annehmen und andere Schädlinge verschmausen werden.

Hohle Stängel bieten Schutz vor Winterkälte und Insekten schätzen diese Unterkünfte und ich schätze die Dienste so mancher Insekten, also: Eine eindeutige „Win-win-Situation".

 

Ein bisserl kehr' ich trotzdem.

 

Und die Frisur sitzt!

 

Unglaublich, aber beinahe jeden Tag trägt mein Fächerbesen nun eine neue Frisur.

 

So ein Angeber!