...WILLKOMMEN  in  meiner  bienenwiese...  

Die schlechte Nachricht zuerst:

Die Bienen sterben!

 

 

Ich lebe in Reichraming, einer kleinen Gemeinde, die das Tor zum Nationalpark Kalkalpen ist.

Der Nationalpark Kalkalpen liegt in Österreich, genauer in Oberösterreich und dort im oberösterreichischen Ennstal.

Bei uns ist die Welt in Ordnung, bei uns sterben die Bienen nicht. Vielleicht tun sie das in Amerika, in Asien, aber doch nicht bei uns!

 

Irrtum!

 

Tatsächlich leiden die Bienen auch hier unter übermäßiger Anwendung von Chemikalien, unter der Verwendung von Insektiziden, Pestiziden, Herbiziden.

Sie leiden unter Parasiten, unter zunehmender Verbauung, weil damit Blühflächen verloren gehen, unter der Zunahme von Monokulturen, unter dem Klimawandel...

 

Das alles passiert rund um uns, doch der Mensch ist ein Genie, wenn es um Verdrängung von Tatsachen geht.

Unangenehmes, wie menschliches Leid, Umweltver-schmutzung, aussterbende Tierarten,... das alles passiert doch nicht bei uns, das ist alles weit weg.

 

Stimmt aber nicht!

 

Die Biene nimmt nach Rind und Schwein den dritten Platz in der Nutztierhaltung ein.

Ein kleines Tier. Unauffällig und dennoch überaus wichtig. Ohne unsere Bienen erfolgt keine gut kontrollierte Bestäubung in der Natur.

Obst, Gemüse, Futterpflanzen für Tiere, Baumwolle, Mandeln,... werden von den Bienen bestäubt und diese Nahrungsmittel versorgen wiederum Mensch und Tier.

 

Ohne Bienen wird die Bestäubung kein Honigschlecken mehr sein.

Und am bitteren Ende werden nicht nur Tiere und unsere Natur auf der Strecke bleiben, sondern auch wir.

Und jetzt die gute Nachricht:

Jeder von uns kann etwas dazu beitragen, dass es unseren Bienen wieder besser geht!

 

Wir alle können den Bienen helfen. Es braucht oft nur ein kleines bisschen guten Willen und die Umsetzung einer Idee.

 

"Taten statt Worte!"

 

Mit der Schaffung meiner Bienenwiese und den darin wohnenden Pflanzen helfe ich Honigbienen, Wildbienen und vielerlei Insekten.

Alle Mitbewohner, egal ob geflügelt, beinlos, auf zwei oder vier oder noch viel mehr Beinen dürfen hier sein, weil mir Gleichgewicht wichtig ist. Auch Schnecken, meine Dachse, Maulwurfsgrillen, die immer wieder auftauchende Wanderratte, Eichkatzerl, Marder, Fuchs, Reh, sogar die Läuse auf den Rosen, denen die Wespen auf den Leib rücken, werden geduldet.

 

Es ist nur eine kleine Wiese, wenn sich jedoch viele von Euch anregen lassen und mit eigenen Ideen anschließen, um diesen Weg mitzugehen, dann ist naturnahes Gärtnern ein gemeinsames und sinnvolles Ziel, das allen dient.

Mensch & Biene, Biene & Mensch & der Tierwelt.

 

Es lebe die Artenvielfalt!

 

Gleichzeitig stelle ich Euch mein Lebensumfeld vor, Reichraming, das Hintergebirge (das auch vor dem Gebirge liegen kann, je nachdem woher man kommt), den Nationalpark Kalkalpen, der eine kleine, wachsende Population von Luchsen beheimatet und überhaupt ziemlich einzigartig ist.

 

Jetzt könnt Ihr natürlich sagen: "Ja, eh' klar, das sagt sie nur, weil sie dort lebt!"

 

Und: Genauso ist es!


Das  Leben  eines  Bienenvolks

30.000 bis 60.000 Bienen: Das ist die Schwankungsbreite der Bewohner eines Bienenstocks.

Bienenarten gibt es viele, immerhin sind es weltweit 30.000 verschiedene Arten.


Bienenmänner heißen Drohnen. Sie sind wichtig zur Fortpflanzung, danach aber dem Tode geweiht.

Drohnen stehen ihrer Situation wehrlos gegenüber, denn sie besitzen keinen Stachel.


Hochzeitsflug bedeutet Paarungszeit.

Die Königin paart sich nur einmal in ihrem Leben, auf dem Hochzeitsflug.

In dieser Zeit verhält sie sich sehr sexy. 15 bis 20 verschiedene Drohnen werden von ihr erhört.

Im Anschluss hat die Bienenkönigin viel zu tun, sie legt pro Tag rund 2.000 Eier.


Der Umfang unserer Welt beträgt am Äquator ein bisschen mehr als 40.000 Kilometer.

So weit muss eine Bienen fliegen, um ein halbes Kilo Honig zu sammeln.
50 bis 80 Kilo Honig benötigt ein Bienenvolk jährlich zur eigenen Versorgung.


Bienen sind erstklassige Baumeister.

Die sechseckige Wabenstruktur weist ein perfektes Verhältnis von Volumen zur Wandfläche auf.


Bienenbestäubung ist echte Schwerstarbeit, denn etwa 80 % aller Blütenpflanzen sind auf die Bienen angewiesen, nur so funktioniert die Bestäubung.


Bienenstöcke duften!

Wer einmal vor einem Bienenstock stand und einen Atemzug genommen hat, weißt das.

Jeder Bienenstock hat seinen eigenen Duft.

Diesen Geruch trägt die Biene mit sich, dadurch erkennt die Wächterbiene am Bienenstock-Eingang, ob die Honigbiene, die vor ihr steht, zum Stock gehört oder nicht.

Um Einlass zu erhalten, müssen sich diese Frauen riechen können.


Bienenstiche sind für uns Menschen unangenehm, für die Biene selbst endet ein Stich tödlich.

Aber: Achtung Allergiker!

Für jene unter uns, die auf Bienengift allergisch reagieren, kann ein Bienenstich tödlich enden.