Holzlacke! Sind wir auf dem Holzweg?

Warum lackieren wir unser Holz,…

 

jedes Jahr,…

 

jedes zweite Jahr,…

 

wir klettern auf Leitern,…

 

fallen hoffentlich nicht herunter,…

 

ärgern uns, weil es eine Mordsarbeit ist…

 

und lackieren das Holz wieder fleißig…

 

oft gegen unseren Willen und auch ein bisserl gegen unseren Verstand.

 

Warum tun wird das?

Weil es alle tun?

Weil uns die graue (Ver)Witterungsfarbe von Holz nicht gefällt?

Weil der Mann eh‘ eine Beschäftigung braucht?

 

Alte Holzhütten werden 200 Jahre alt.

 

Werft ein Blick auf eine Alm, auf die dortigen Almhütten, auf die Holzhütten der Landwirte, die alten Heustadl,…

Vielleicht kennt jemand von euch die Große Klaushütte im Reichraminger Hintergebirge, diese Hütte wurde 1758 erbaut… immerhin vor 258 Jahren!
Verwendet wurde und wird: Hartes Tannen- oder Lärchenholz (oft sogar einfach verfügbares Fichtenholz, das ja sehr weich ist).

 

Unbehandelt gelassen, trocknet Holz nach einem Regen schnell auf.

Lackiert man Holz, dann arbeiten die Wetterverhältnisse den Lack auf.

Durch Hitze entstehen Risse, die Feuchtigkeit des Regens dringt durch diese Risse in das Holz ein. Frühling, Sommer, Herbst und Winter bearbeiten die Oberfläche.

Die Feuchtigkeit kriecht durch Lackrisse, bleibt dort, kann nicht auftrocknen und was passiert dann?

 

Ergebnis: Das Holz fault vor sich hin.

 

Unbehandeltes Holz dagegen trocknet leicht ab.

Keine Lackhindernisse sorgen für einen Stau beim Auftrocknen.

So befinden wir uns auf dem richtigen Holzweg!

 

...sage nicht nur ich, sondern auch mein Lieblingstischler :)

Es braucht wieder mehr Mut zur Natur, auch zur Naturfarbe von Holz!

 

Gruß, Astrid

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