...Die Entstehung einer Bienenwelt...


Bienenhonig-ernte

 

 

 

Das ist er:

Mein Anteil an der Ernte!

Nach der Ernte ist vor der Ernte.

Und schon geht die Honigsammelei wieder von vorne los.


Schleudertrauma!

 

 

Schleudertrauma im Morgengrauen oder heute wurde Bienenhonig geschleudert!

 

Heute war’s soweit. Zum zweiten Mal in diesem Jahr wurden die Honigbienen um ihren Honig erleichtert.

 

Schleudertrauma also!

Bienen mögen Honig!

Menschen mögen Honig!

Es kommt zu einem süßen Interessenskonflikt!

 

Imker und Imkerin kümmern sich um ihre Bienen. Als Dank für Kost und Logis wird Honig aus den Stöcken entnommen. Bienenbeuten sind in mehreren Etagen aufgebaut. Die Wohnung ist also so ausgelegt, dass die Bienen „eigentlich“ ohne Zufütterung auskommen sollten.

 

„Eigentlich“ bedeutet, dass es

 1) auf die Menge des Honigs ankommt, den der Imker entnimmt (Ernte),

 2) darauf ankommt, ob die Bienen genug Vorräte sammeln können und konnten.

 3) in Gebieten, die keine optimale Versorgung bieten, weil die Trachtpflanzen in der Umgebung nicht mehr vorhanden

     sind, eine Zufütterung durch den Imker geben muss (Zuckerwasser). Genug Honig im Stock zu belassen, wäre

     natürlich optimal. Aber: Interessenskonflikt!

 4) auch auf den Witterungsverlauf ankommt und natürlich darauf wie sich ein Bienenvolk entwickelt hat (kleines und

     schwaches oder großes und starkes Volk).

 

Die Biene spendet ihren Honig nicht freiwillig und aus Liebe zu ihrem Imker, sondern der Honig ist der Vorrat, der für den Winter angelegt wird.

 

Aus 5 Beuten konnten ca. 40 Liter Honig gewonnen werden. Das ist bei jeweils ca. 25.000 Bienen pro Wohnung ein ganz gutes Ergebnis (sagen Imkerin und Imker). Mehr ginge immer, aber das wäre schon fast unbescheiden. Man soll zufrieden sein mit dem, was man bekommt.

Besonderes Highlight während der Entnahme der leichten, mittelschweren und schwer mit Honig befüllten Bienenwabenrahmen:

 

Wir haben „Ihre Majestät, die Königin“ zu Gesicht bekommen und sie wurde markiert, damit sie leichter wiedergefunden werden kann. Bei dem Rummel, der da immer im Stock herrscht, ist das einfacher und schließlich soll „Ihre Majestät“ nicht das Gefühl haben übersehen zu werden!

PS: Gruß von Imkerin & Imker: Eine Biene, die stechen will, sticht sofort und ohne Vorwarnung! Die Biene, die auf meinem rechten Augenlid saß und sich dort seelenruhig 3 Minuten putzte, war besonders entspannt, sonst sähe mein Auge jetzt anders aus,… tut es aber nicht! Bin froh, dass ich nicht zu Hysterie neige und noch froher bin ich, dass auch die Putzbiene keine der hysterischen Art war.

PPS: Nur eine Biene hat tatsächlich gestochen und zwar den Imker.


Hummel mit Höschen


Wie Sich Bienen unterhalten?

 

 

Um ein Bienenvolk am Leben zu halten, braucht es wichtige Dinge:

Nahrung, die Lagerung der Nahrung in den Waben, die Fütterung der Brut und eine ordentliche Gesundheitsvorsorge.

 

 

 

 

 

Damit diese Aufgaben bewältigt werden können, müssen sich die Bienen verständigen. Aber wie findet die Kommunikation in einem Bienenstock statt? Und dass sie stattfindet, wissen wir ja!

 

Stellt euch einen Bienenstock vor:

Darin ist es dunkel, im wahrsten Sinne des Wortes ist es „stockfinster“!

 

Eine gewisse Anzahl von Quadratmeter an Wabenfläche steht jedem Bienenvolk zur Verfügung (gar nicht so wenig sind das, ca. 4 m2).

Bei einer Fläche von 4 m2 und unter Beachtung der Bienengröße wird klar, dass eine Verständigung gar nicht so einfach ist. Mit bloßem Zurufen ist es nicht getan, daher haben Bienen ein perfektes System der Kommunikation gefunden.

 

Stellt euch einfach vor, ihr müsstet quer über ein Fußballfeld eine andere Person auf euch aufmerksam machen. Das geht ja noch, wir hüpfen, wir springen, wir schreien.

Aber macht das mal den ganzen Tag!!!

Im dunklen Bienenstock wird daher getanzt, auf einer Art Tanzboden in der Nähe des Eingangs.

Dort befinden sich leere Zellen, die ordentlich vibrieren, wenn sie von einer Bienentänzerin betreten werden. Die Vibration, die die Primaballerina verursacht, ist ihr Kommunikationsmittel.

 

Die Bienen schwänzeln in einem bestimmten Winkel und in einer bestimmten Choreografie. Dadurch teilen sie mit, wo sich eine ergiebige Futterquelle befindet. Je aufgeregter, desto näher ist die Quelle.

Das klappt so gut, dass eine andere Biene ihre Artgenossin versteht und sich zum Standort der Futterquelle aufmachen kann, weil Richtung und Entfernung ja genau mitteilen wurden.

 

Dass die Biene ein Orientierungsgenie ist, weiß man inzwischen auch (nix mehr mit Frauen und schlechter Orientierung!!!).

Sie trägt einen inneren Kompass bei sich, der sich an der Sonne ausrichtet.

Die Biene merkt sich die Stellung der Sonne zur Abflugrichtung, fliegt aus, kombiniert ihren Zeitsinn mit Sonnenwanderung und findet so - auch nach Stunden - wieder nachhause.

 

Daher fliegen Bienen auch recht kräftig, wenn die Sonne am Himmel steht.

Wenn es bewölkt ist, tut sich weniger am Ausflugloch des Bienenstocks.

Wenn es regnet, herrscht Flugstopp! Welche Biene will schon einen Regentropfen aus großer Höhe auf den Kopf bekommen!!!

Zurück zum Tanzboden:

Es gibt zwei Grundformen der Tanzsprache: Den Rundtanz und den Schwänzeltanz.

 

Wenn es aber im Bienenstock finster ist, wie können die Bienen, die Bewegungen der Erzählerin sehen?

 

Ganz einfach, beim Tanzen machen es die Bienen genauso romantisch wie verliebte Menschen oder leidenschaftliche Tänzer.

Sie kleben intensiv aneinander, halten möglichst engen Körperkontakt und prägen sich so die Tanzrichtung genau ein. Die Bewegungen, die eine Biene beim Schwänzeln erzeugt, werden dadurch intensiv von den anderen Kuschelbienen wahrgenommen. Zusätzlich hören sie auf die Geräusche der Vortänzerin, auf ihr Flügelschlagen und die Luftströmungen, die sie dabei verursacht. Auf dem Tanzboden wird mit den Beinen kräftig an den dicken Zellenrändern gerüttelt und die dadurch entstehenden Vibrationen breiten sich im Stock aus. Diese Erschütterungen erreichen die Bienen im hintersten Eck des Bienenstocks. Eine Art Bienentelefon ist das.

 

Wer sich Rund- und Schwänzeltanz in Bildern ansehen möchte, kann das unter folgendem Link machen, ich habe auf YouTube eine geniale Erklärung von „catylysator“ gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=HiIAEn5Qi1w


Pharaonen & Bienen

Was hat Tutanchamun mit Bienen zu tun?

 

 

 

 

Wie mumifiziert man einen Pharao?

 

Mit Propolis!

 

Nun ja, nicht mit Propolis alleine. Bei der Mumifizierung eines Pharaos, Priesters, hohen Würdenträgers, eines Beamten und allen jenen, die es sich leisten konnten, brauchte man viel Wasser und Salböl, das neben Bienenwachs auch Pflanzenöle und Harze enthielt.

Natron wurde benötigt, ebenso wie Kräuter, Gewürze, Weihrauch, Sägespäne und Leinenbinden. Die Mumifizierung nahm viel Zeit in Anspruch und der Balsamierer brauchte außerdem einen guten Magen und einen schlechten Geruchsinn.

 

Im antiken Griechenland und im römischen Reich wurde Propolis in der Medizin eingesetzt, vor allem bei Hautkrankheiten, bei der Wundheilung, bei Fieber, zur Desinfektion,...

 

Propolis ist ein Kittharz, das die Bienen selber produzieren. Mit diesem Harz werden im Bienenstock vorhandene Ritzen, Spalten und Löcher abgedichtet. Bienen gewinnen dieses Kitt aus Knospen und teilweise aus Baumrinde. Besonders beliebt zur Erzeugung sind Birken, Fichten, Buchen, Erlen, Kastanie und noch ein paar andere Arten.

 

Als natürliches Antibiotikum verwenden Bienen das Material, um in den Stock eingeschleppte Viren, Pilze und Bakterien abzutöten.

 

Obwohl in einem Bienenstock keimfreundlich hohe Temperaturen herrschen (35-36°C), ist Propolis außerordentlich wirksam, weshalb es auch beim Menschen angewendet wird.

 

Heute beschäftigen sich Wissenschaft und Forschung mit der Wirkung von Propolis, denn in Untersuchungen konnte bereits positive Wirkung bei der Stärkung des Immunsystems, Hilfe bei Schleimhaut- und Zahnfleischentzündungen und Hauterkrankungen festgestellt werden.

 

Weil aber Propolis nicht Propolis ist und es immer auch darauf ankommt, wo und wann die Biene das Kitthart sammelt und produziert, wurde auch eine schwankenden Wirksamkeit festgestellt und damit eignet sich Propolis nur bedingt zur Verwendung als Arzneimittel.

Je besser die Umgebung für die Bienen, desto hochwertiger nicht nur der Honig, sondern auch jene Stoffe, die - wie Propolis - dem Menschen helfen können.

 

Die Apitherapie (Behandlung von Krankheiten mit Bienenprodukten) arbeitet mit den Wirkstoffen von Honig, Bienengift, Propolis, Gelee Royal, Bienenpollen,... In der Volksmedizin wird seit Jahrtausenden mit diesem Wissen behandelt und heute versucht man die Behandlung durch Bienenprodukte auf wissenschaftlich fundierte Grundlagen zu stellen.

 

Medizin wird in verschiedenen Ländern unterschiedlich angewendet. Im Westen dominiert die Pharmaindustrie, wir leben in einem von der Schulmedizin geprägtem System. Abseits davon gibt es andere medizinische Möglichkeiten (Naturheilverfahren, Homöopathie, Aromatherapie,...), die unsere Schulmedizin durchaus ergänzen soll (nicht ersetzen, aber ergänzen und unterstützen).

 

Ich verwende Propolis z. B. in meinem Mundwasser. Es schmeckt angenehm frisch und ich fühle mich wohl damit.


Die Entstehung einer Biene

 

 

 

Ein Reichraminger Schmied verbringt Stunden seiner Freizeit mit der Erschaffung von einzigartiger Handwerkskunst und es entsteht eine Biene!

 

 

 

 

 

In einem Bienenvolk ist alleine die Königin für die Nachkommenschaft zuständig.

21 Tage braucht die Natur, um aus dem Ei, das die Königin gelegt hat, eine Arbeitsbiene schlüpfen zu lassen.

 

Ich wünsche uns allen, dass wir uns noch lange an der Natur, der Artenvielfalt und an den Bienen und deren Produkten, die sie für uns bereitstellen, erfreuen können.


Das Gold der Bienen

Was keinem Alchemisten gelingt, schaffen die Bienen. Sie produzieren Honig und bringen damit goldene Fülle in unser Leben.

 

Roland Pohl von www.naturreinlich.at hat mir diese Bienenfotos zur Verfügung gestellt. Er schafft mit seinen Fotos, was nicht einmal Alchimisten können: Goldene Eindrücke!

 

"Danke" für die tollen Fotos, Roland!


Wände aus Bienenwachs

Das sind Bienenwachsplatten-Mittelwände mit vorgeprägten Zellen, die Bastler gerne für Bienenwachskerzen verwenden.

Eigentlich werden diese Platten in der Imkerei verwendet, um der Biene den Wabenbau zu erleichtert und zu beschleunigen. Die Biene findet eine geordnete „Rohform“ vor, die sie einfach weiter ausbaut.

Würde diese Mittelwand aus Bienenwachs fehlen, fängt eine „Architekten-Biene“ einfach bei Null an.

Doch Imker sind freundliche Menschen und helfen wo sie können!


honigräuber







Was machen diese Leisten vor dem Einflugloch der Bienenstöcke?


Da besuche ich wieder einmal meine Lieblingsimkerin und deren Bienenstöcke und wundere mich über diese Leisten, die einen Teil des Einfluglochs abdecken.


Ein Zeitlang habe ich mich davor aufgehalten und die Bienen beobachtet.

Dabei ist mir aufgefallen, dass einige Bienen ganz energisch versuchen andere Bienen aus dem Weg zu schaffen (wild geht’s zu!).

Zuerst habe ich geglaubt, dass es sich um Stocksäuberung handelt und eine tote Biene aus dem Stock gebracht werden soll.

Allerdings war das eine lebende Biene und nach kurzer Zeit musste ich erkennen, dass da Bienen in den Stock hinein wollen, worauf sich andere Bienen auf sie stürzen und sie abdrängen.

Während ich also seelenruhig beobachte, werde ich selber beobachtet.

Ich - harmlos wie ich bin - falle einer ganz besonders aufmerksamen Wächterbiene auf.

Nachdem sie mich immerhin 5 Meter energisch verfolgt (inklusive Attacken in meine Haare), schafft sie es schlussendlich mich zu vertreiben.

Immer auf Augenhöhe hat sie mich im Sturzflug angeflogen und ich habe kapituliert und (vernünftigerweise) den Rückzug angetreten.

Ihr hättet mich rennen sehen sollen, so schnell war ich schon lange nicht mehr!


Auf Rückfrage bei der Imkerin stellt sich heraus, dass ich Raubbienen beobachtet habe!

Die Bienen aus den verschiedenen Stöcken wissen genau, dass es ganz in der Nähe Futter gibt und „besuchen“ einfach mal die Nachbarn.

Die Nachbar wiederum stellen fest, dass sie ungeladene und unerwünschte Gäste irrtümlich bewirten und werfen die Räuber einfach aus dem Stock!

So geht das nämlich nicht!!!

Sich einfach selber einladen und dann auch noch den Kühlschrank, äääähhh, die voll befüllten Waben plündern wollen!!!


zwei mal schneiden, bitte!




Die "Bienenwiese" wurde gemäht!


Meine Bienenwiese wurde im heurigen Jahr 2x gemäht.

Das erste Mal Ende Juni, das zweite Mal im September.





Mittlerweile werden die Bienen von den Imkern eingefüttert, denn für die Bienen ist nun bereits sehr wenig natürliche Nahrung verfügbar.

Die Natur beendet schön langsam das Jahr, die Tage werden kürzer und ich verfalle demnächst in einen ausgiebigen Winterschlaf :)


„Gelée royale“, die Nahrung für die Bienenkönigin, ein Lebenselixier?

Nur EINE Bienenlarve wird zur Königin gefüttert, denn sie wird mit speziellem Futtersaft "Gelée royal" versorgt und zwar ihr ganzes Leben hindurch, das immerhin bis zu 6 Jahre dauern kann.

 

Dafür produziert die Königin täglich ca. 2000 Eier, also Bienen-Nachwuchs im Rekordtempo.

 

 

 

 

Dieses Sekret namens Gelée royal verändert das Erbgut einer Bienenlarve und während eine Arbeiterin mit normalem Futterbrei gefüttert wird und 6 Wochen lebt und außerdem als Arbeitsbiene wesentlich kleiner als die Königin ist, bekommt die Larve der auserwählten, künftigen Königin eine Vorzugsbehandlung mit dem königlichen Saft.

 

Und so passiert es, dass die Ernährung den Unterschied macht, ob eine Arbeitsbiene oder eine Königin aus der Wabe schlüpft!

 

Die Königin lebt übrigens wie in einem Goldenen Käfig, denn sie verbringt ihr ganzes Leben im Bienenstock, ohne jemals eine Blüte aufzusuchen. Der Preis der Vorzugsbehandlung ist ein langes Leben und viele Kinder, Enkelkinder, Ur-Enkel, Ur-Ur-Enkel,...

 

Gelée royale ist ein Lebenselexier, das von der Biene erzeugt wird und ein Wirkstoffkonzentrat aus Aminosäuren, Vitaminen, Mineralsstoffen, geringen Mengen an Fetten, Kohlehydraten und Spurenelementen ist und - als das summende Ergebnis - eine Bienenlarve zur Königin macht!

 

Für Menschen bedeutet Gelée royale-Genuss eine Stärkung des Wohlbefindens, es kräftig uns, wirkt ausgleichend und vitalisierend, ist gut fürs Herz, hilft bei Wechselbeschwerden, unsere Haut mag Gelée royale und zusätzlich hilft es unserem Gedächtnis auf die Sprünge. Diese Aussagen stammen nicht von mir, sondern das Max-Plank-Institut für Biologie hat dazu Forschungen angestellt.

 

Also doch ein Lebenselixier!


Pollenhöschen!

Trendige Bienen tragen Pollenhöschen


Eine Biene, die etwas auf sich hält, ist gut behost.

Das richtige Styling funktioniert aber nur, wenn Bienen genügend Pollen sammeln können, denn dann hängen an ihren Hinterbeinen auffällig gelbe (oder auch andersfärbige) Klümpchen, die "Pollenhöschen". "Pollenhöschen"... so romantisch titulieren das die Imker.


An den Hinterbeinen einer Biene befinden sich Vertiefungen, sogenannte Körbchen. Während die Biene von Blüte zu Blüte fliegt, sammeln sich in den Haaren der Biene die Pollen. Die Biene bürstet ihr Haar mit den Beinen und befördert so die Pollen in die Körbchen an den Hinterbeinen. Eine fleißige und saubere Biene ist eine hübsche Biene und trägt somit Pollenhöschen.


Beim Start zur nächsten Blüte könnten die Pollen wegfliegen. Damit dies nicht geschieht, fügt die Biene Nektar aus ihrem Magen und Speichel dazu, wodurch die Pollen haften bleiben.
Im Bienenstock streift die Biene die Pollenhöschen in leere Waben ab und so wird das Bienenvolk mit Nahrung versorgt.

 

Die unterschiedlichen Farben entstehen durch die verschieden Quellen, die zum Sammeln besucht werden, wie z. B. die rosafarbenen Höschen, die "meine" Biene trägt, die eine meiner Acker-Witwenblume besucht hat :)


Arbeitsbienen



So funktioniert Bestäubung!


Das, was diese Biene ziert, ist kein Staub.

Sie ist auch nicht an irgendeinem Pilz erkrankt, der sich hartnäckig an ihr festsetzt.




Nein, diese Biene ist eine erstklassige Bestäuberin und sie tigert sich richtig ins Tagesgeschäft.

Das ist eine von vielen fleißigen Arbeitsbienen, die zeigen wie Bestäubung funktioniert und wie schön Bienenschmuck - ganz ohne Diamanten und Perlenketten - sein kann.


Das Leben eines Bienenvolkes!

30.000 bis 60.000 Bienen, so viele Bienen leben in einem Volk.

Bienenarten gibt es viele, immerhin sind es weltweit 30.000 verschiedene Arten.

Die Bienenmänner heißen Drohnen. Sie sind wichtig zu Fortpflanzung, danach aber dem Tode geweiht und wehren können sie sich auch nicht, denn sie besitzen keinen Stachel.

Hochzeitsflug = Paarungszeit. Die Königin paart sich nur 1x in ihrem Leben, auf dem Hochzeitsflug. In dieser Zeit verhält sie sich wie ein Sultan im Harem. 15 bis 20 verschiedene Drohnen werden erhört.

Die Frau Bienenkönigin ist fleißig, sie legt pro Tag rund 2.000 Eier.

Ein Weltumrundung sind ca. 40.000 Kilometer.

So weit muss eine Bienen fliegen, um ein halbes Kilo Honig zu sammeln.

50 bis 80 Kilo Honig benötigt ein Bienenvolk jährlich zur eigenen Versorgung.

Bienen sind erstklassige Baumeister. Die 6eckige Wabenstruktur weist ein perfektes Verhältnis von Volumen zur Wandfläche auf.

Bienenbestäubung ist echte Schwerstarbeit, denn etwa 80 % aller Blütenpflanzen sind auf die Bienen angewiesen, nur so funktioniert die Bestäubung.

Bienenstöcke duften! Wer bereits einmal vor einem Bienenstock stand und einen Atemzug genommen hat, bemerkt dies sofort. Und jeder Bienenstock hat seinen eigenen Duft. Diesen Geruch trägt auch die Biene mit sich, dadurch erkennt die Wächterbiene am Bienenstock-Eingang, ob die Honigbiene, die vor ihr steht, zum Stock gehört oder nicht.

Bienenstiche sind für den Menschen nur unangenehm, für die Biene selbst endet ein Stich tödlich! Ausgenommen Allergiker, denn für Menschen, die auf Bienengift allergisch reagieren, kann ein Bienenstich ebenso tödlich enden!


würg!

Ich hab' sie gesehen, die Larven der Wachsmotte. Ziemlich blass sind sie diese raupenartigen Würmer und ungefähr 1 cm lang. Sie robben im Bienenstock herum und liebäugeln mit dem Wachs der Waben, das sie sehr mögen.


Wir mögen Wachs auch, weil in die Waben kommt der begehrte Honig und dort hat die Motte nichts verloren, dort brauchen die Bienen Platz für den Honig.

Außerdem haben die Wachsmotten keinen Mietvertrag unterschrieben, die Honigbienen dagegen schon!


Also versuchen wir - nämlich die Imkerin und ich als neugieriger Zuseher - es mit Bekämpfung der natürlichen Art, mit Lavendel, der von mir gerade frisch und (ganz wichtig) ungespritzt geerntet wurde.

Den Lavendel streuen wir in die Beuten und versuchen damit die Wachsmotten zu vergraulen. Wir hoffen, dass es den Larven so stinkt, dass sie ausziehen.


Die Wachsmotten sind zwar für die Biene keine schlimmen Feinde, aber die Imkerin und ich sind der Meinung, dass das Bienenvolk jede Unterstützung von uns bekommen soll, das es braucht :)

Es gibt übrigens auch Plan B:

Der zufällig verfügbare Fischer bekommt den Auftrag die Bienenbeuten von der Larven der Wachsmotte rückstandslos zu befreien und mit der Beute fischen zu gehen.

Petri Heil!


Ist ein "Englischer rasen" wirklich erstrebenswert?

 

 

 

 

Der Rasen im Haus- und Kleingartenbereich ist häufig durch Monokultur geprägt.

 

Wir kennen das als „Englischer Rasen“ und verzweifeln meist an dessen Ansprüchen.

 

 

 

 

Vor allem im ländlichen Raum ist es verschossene Energie sich mit dem Wunsch nach einem englischen Rasen zu quälen.

Um eine Monokultur namens Englischer Rasen zu verteidigen, ist nicht nur der Einsatz von Unkrautvernichtern, sondern auch ein sehr hoher Zeitaufwand nötig. Ganz abgesehen davon, dass eine Artenvielfalt dort, wo Pestizide zum Einsatz kommen, nicht mehr vorhanden ist. Dies wiederum bewirkt, dass weitere Pestizide und Insektizide verwendet werden müssen, weil auch Schädlinge keine Feinde mehr haben, da diese Fressfeinde ebenso dem Unkrautvernichter im Rasen zum Opfer gefallen sind.

Ein negativ wirkungsvoller Kreislauf, der hier gedankenlos in Schwung gesetzt wird.

 

Nicht nur wichtige Insekten, Würmer,... fallen dem Pestizideinsatz im Garten zum Opfer, auch das Sterben der Bienen wird dadurch beschleunigt. Die inzwischen weltweiten Ausmaße zum Bienensterben können nicht mehr ignoriert oder verleugnet werden.

Gründe sind: Klimawandel, Bakterien, Parasiten, Viren und Pilze,... daneben aber auch Monokulturen sowie Genfood und Pestizid-Einsatz.

 

Ein inzwischen weltweites Problem, welches auch jeder Gärtner, jeder Landwirt, jeder „Ich-habe-einen-perfekten-Rasen“-Besitzer fördert, wenn er auf die Natur vergisst.

 

Zu viele „Unkräuter“ verderben die Optik. Aber was ist Unkraut?

Manche definieren Unkraut so: Klee, Braunelle, Günsel, Löwenzahn,... (zugegeben: Ackerwinde ist ein Ärgernis und Schachtelhalm liebt man oder hasst man).

 

Also, wie definiere ich „mein Unkraut“ namens Klee, Braunelle, Günsel, Löwenzahn?

Völlig anders: Als sinnvolle Insekten- und vor allem Bienennahrung nämlich!

 

Und dafür werde ich mit dem Besuch der netten Ladies aus dem nächsten Bienenstock belohnt!


Warum schwärmen Bienen?

Und wenn sie schwärmen,... wer ist ihr Schwarm?

Im Frühsommer wird es eng im Bienenstock!

Aufgrund der Fülle an Pollen und Nektar schlüpfen mehr junge Bienen als zu anderen Jahreszeiten.

Wird der Platz knapp, zieht die alte Königin mit einem Teil ihrer Bienen aus, nicht ohne zuvor für Königinnen-Nachwuchs im Stock gesorgt zu haben.

 

Die erste junge Königin, die schlüpft, macht sich alle Bienen im Stock untertan und sorgt dafür, dass es neben ihr keine weitere Königin gibt.

Blutrünstig geht es zu im Stock, denn alle nachher schlüpfenden Königinnen werden beseitigt!

Es kann nur eine Königin geben!

Die alte Königin ist in der Zwischenzeit auf der Reise!

Der Schwarm wurde gebildet und die Königin, die sich in dessen Inneren befindet, wird beschützt, denn ohne Königin gibt es kein Bienenvolk.

Diese schwärmenden Bienen haben Proviant dabei, sie nehmen Honig mit auf die Reise.

Außerdem benötigen sie ein neues Zuhause, das vielleicht ein hohler Baumstamm sein kann.

Auf die Suche nach der optimalen Unterkunft werden Kundschafterinnen ausgesendet.

Haben die Kundschafterinnen einen passenden Nistplatz gefunden, kehren sie zum Schwarm zurück und machen mit einem stilvollen Schwänzeltanz auf ihren neuen Wohnraum aufmerksam. Eine Entscheidung wird gefällt und der Schwarm zieht dorthin (außer der Imker ist schneller und sammelt seine süßen Bienen zuvor wieder beherzt ein).

 

Übrigens: Wenn der Imker nicht schnell genug war und ein Schwarm unterwegs ist, macht man sich als Beobachter sehr beliebt, wenn man dem örtlichen Imker einen entdeckten Schwarm meldet. Ohne Pflege durch den Imker und eine sehr gute Unterkunft überleben die Honigbienen nur sehr schwer in freier Wildbahn. Oft suchen die Imker ohnehin verzweifelt ihren Schwarm und mit einer kurzen Meldung ist allen geholfen.

 

Und nun wissen wir auch, wer der Schwarm der Bienen ist,... ganz sicher der Lieblings-Imker! :)


Ausflug...

flugstunden...

Ich könnte mir vorstellen, dass ein Beobachter, der mich bei den Bienenbeuten sieht, etwas verwundert ist.

Beim Fotografieren liege ich fast auf den Beuten und genieße dabei den Duft, der aus dem Bienenstock strömt.
Es riecht angenehm nach Honig, nach Waben, nach Holz. Es ist ein einzigartiger, sehr schmeichelnder Geruch, der beruhigend wirkt.

Von den Bienen werde ich intensiv beobachtet und gelegentlich umsummt mich eine.
Jedoch fühlt sich keine Biene von mir bedroht, was mir auch gar nichts ausmacht, denn bei Bedrohung würde der Stachel ausgefahren!

 

 

 

 

Ein Besuch am Bienenstock zeigt, dass das soziale Leben der Bienen sehr rege ist.


 

 

 

 



Habe ein bisserl genauer hingesehen und festgestellt, dass

> ein Bienenleben aufregend ist,

> Frau sich etwas zu sagen hat,

> weibliche Bodyguards ihre Wächterrolle ernst nehmen,

> die Flugstaffel perfekte Manöver fliegt,

> ich genau beobachtet werde und

> fleißig Pollenhöschen gesammelt werden.

 

Seht genau hin und ihr werdet die von mir beschriebenen Situationen alle entdecken und noch viele mehr!


Auf der Suche nach den Prinzen!

Ich begebe mich auf Drohnen-Suche: Ihr wisst schon, ich meine die männliche Bienen!
Ganz deutlich kann ich den Unterschied zwischen Bienen und Drohnen erkennen: Größer als die Damen, keine Taille, friedlich und stachellos, knackiger Hintern und wohlgeformte Waden :)


Love, sex & crime

Es folgt eine Geschichte von "Bienchen & Blümchen",... also beinharte Aufklärungsarbeit.

Manchmal haben Männer einfach nur Pech!

 

In diesem Fall sind es die Männer der Bienen, die vom Pech verfolgt werden, die „Drohnen“.

 

Denn diese (übrigens stachellosen) Drohnen gibt es nur in der Vermehrungsphase eines Bienenvolks, während der Schwarmzeit, also ca. von Mai bis Juli/August.

 

 

Ein Bienenvolk besteht aus 50.000 bis 60.000 (manchmal sogar 70.000) Bienen.

Darin sind - abhängig von der Größe des Volks - jedoch „nur“ 100 bis 1.000 Männer verfügbar.

Jetzt müsste man meinen, dass die Damen des Hauses sich um diese wenigen Männer richtig reißen!

Männer gebt die Hoffnung auf, denn das ist nicht der Fall!

Im Gegenteil: Die Geschichte beginnt zwar mit „Love & Sex“, endet aber dramatisch mit „Crime“.

 

Wie kommt es dazu, dass Leidenschaft in Kälte umschlägt?

 

Die Drohnen sind relativ unbeteiligt was die Arbeit im Stock betrifft (nix mit Hausmänner), sie sammeln auch keine Pollen oder Nektar, sie können nicht einmal Nahrung selber aufnehmen, sondern sind auf sozialen Futteraustausch angewiesen. Ihr Arbeit ist es geschlechtsreif zu werden und dafür zu sorgen, dass eine begattungsfähige Bienenkönigin Gefallen an ihnen findet, mit der der Drohn dann während des Hochzeitsflugs für Vermehrung sorgt. Nach der Hochzeitsreise stirbt der Drohn (Überanstrengung) oder wird einfach nicht mehr gefüttert und aus dem Stock geschmissen und erlebt so seine Scheidung von seiner Königin, die sich nun an die Bildung ihres Hofstaats macht.

"Ein kurzes Drohnenleben unter unterdrückerischer Frauenherrschaft, das ist typisch Weibsvolk!" würde mein Arbeitskollege dazu sagen!

"Hie und da hat Mann Pech!" würde ich dazu sagen ;)


members of Honey   oder   Bienen-Hauptversammlung


Süsse bienen

Junge Bienen, alte Bienen, schwarze Bienen (Holzbienen? Jedenfalls Wildbienen), dicke Bienen,... nein, das wohl nicht, das sind Hummeln :)


...alles findet sich ein zum Naschen auf der langsam abblühenden Veilchenblau-Ramblerrose, die seit 14 Tagen Bienennahrung ist.

Ein bisschen mach' ich mir Sorgen, denn das Wetter ist nicht Bienen-optimal.
Die Bienen sind hungrig, das bestätigt mir auch „meine“ Imkerin, die ich begleiten darf, denn in ihrem neu errichteten Bienenstock befinden sich zwei Völker, die derzeit ganz intensiv mit dem Aufbau der Waben beschäftigt sind und dafür enorm Energie brauchen.

Diese beiden Völker werden - aufgrund der instabilen Wetterverhältnisse (viel Regen, wenig Sonne in den letzten Wochen) - mit Zuckerwasser gefüttert und brauchen pro Tag etwa 1 Liter davon, damit sie bauen und überleben können.


Endlich >>> Bienen ziehen ein!

Vor wenigen Tagen haben 2 Bienenvölker ihre Beuten bezogen und dürfen sich nun - gemeinsam mit der Frau Königin - an ihr neues Zuhause gewöhnen.

Sie wurden mit Zuckerwasser gefüttert, denn die letzten Junitage waren nicht besonders warm und auch nicht sonnig.

 

Noch lassen sich die Bienen nicht ansehen, kaum eine kommt ins Freie, denn wenn es schwere Regentropfen regnet, ist eine Biene auch lieber im Stock als im Freien.

 

Der Nahkampf mit Regentropfen ist für Bienen wie ein ein Felsbrocken für uns, eine unangenehme bis tödliche Erfahrung.

 

In einer vormittäglichen Regenpause durfte ich den Bienenstock begutachten und da ich besonders mutig bin, habe ich mich direkt vor das Einflugloch begeben, um aus der ersten Reihe zu dokumentieren (dazu habe ich die farbige Leiste, die das Einflugloch kennzeichnet, einfach etwas angehoben).

 

Ich war also mutig (der Mut hat sich in Grenzen gehalten, denn auch dieser Vormittag war nicht besonders sonnig, daher waren kaum Bienen unterwegs, aber das wisst ihr nicht und deshalb haltet ihr mich jetzt für äußerst tapfer).

 

Keine einzige Biene hat mich bedroht. Gestochen wurde ich sowieso nicht, denn - wie mir versichert wurde - sind beide Völker äußerst friedliebend.

 

Was konnte ich also beobachten?

Bienen säubern ihren Stock, tote Bienen werden ins Freie befördert.

Dass das anstrengend ist, konnte ich sehen, daher habe ich einer Biene die letzten paar Zentimeter bei ihrer Arbeit geholfen und sie hat sich widerstandlos helfen lassen.

 

Die frisch eingezogenen Völker sind unterschiedlich groß.

 

Das größere Bienenvolk sammelt sich in der Mitte der Beute und fängt dort zu wohnen/arbeiten an. Das zweite - etwas kleinere Volk - beginnt an der Beutenwand mit der Bautätigkeit.

 

Außerdem kann ich einen andauernden, tiefen Brummton aus dem Stocken hören. Das Brummen wird mit den Flügeln erzeugt, einerseits regeln die Bienen die Temperatur im Stock, andererseits zeigen sie wahrscheinlich auf diese Art auch ihre Aufregung über die neue Wohnung an. Oder vielleicht war es ihnen auch nur nicht recht, dass ich da vor dem Einflugloch stand!

 

Mir wurde erklärt, dass ein hoher Ton anzeigt, dass Bienen aufgeregt sind, ein tiefer Ton dagegen zeigt von Entspannung. Der Ton war tief, sie waren zum Zeitpunkt meines Besuchs tiefenentspannt :)

 

Und was mir sehr gefallen hat, es duftet!

 

Aus dem Einflugloch strömt ein feiner Honiggeruch, ein bisserl erinnert mich der Geruch an Schokolade. Es war ein himmlischer Geruch, den ich gerne eingeatmet habe!

Ich werde genau beobachtet!!!

Die Imkerin hat mir erzählt, das sie kontrollieren geht, ob alles in Ordnung ist, auch ob die Königin brav beim Volk ist.

 

Die Auffangtasse (die heißt „Windel“) unterhalb der Beute habe ich - neugierig wie ich bin - auch noch herausgezogen, weil ich sehen wollte, welcher Art das „Gemüll“ ist, dass sich darin befindet. Keine Varoa, eine Ameise habe ich herausgefischt, Teile von Bienen (Füße, Teil eines Kopfes, des Körpers, der Fühler), Wachsreste, so Zeugs halt.

Und jetzt lass' ich sie in Ruhe die neue Wohnung begutachten.

 

Wenn es demnächst mal sonnig ist und die Bienen unterwegs sind, werde ich mich wieder vor das Einflugloch begeben und besonders mutig sein.

 

Ich bin schon gespannt!


Wilde Keilereien stehen auf der Tagesordnung, dennoch: Wahre Freundschaften sind köstlich!

Neben Pflanzen, die von den Bienen gar nicht gemocht werden (habe sogar schon beobachten können, wie eine Biene einen Bogen um eine Pflanze fliegt), gibt es natürlich auch viele Blüten, um die sie sich beinahe raufen.

Wilde Keilereien - oder wenn es besonders höfliche und gut erzogene Bienen sind, dann nur ein Gerangel oder eine kleine Rempelei in der anstehenden Schlange - verursachen folgenden Blühpflanzen:

 

Akelei, Apfel+, Aster+, Christ(Schnee)rose, (Edel)Kastanie+, Efeu+, Fetthenne, Flockenblume+, Gänseblümchen, Günsel, Himbeere, Kirsche+ (jedoch nicht Zierkirsche & schon gar nicht gefüllte Zierkirsche), Kornelkirsche (das ist der Dirndlstrauch), Klee+, Löwenzahn+, Malve, Schmetterlingsstrauch, Sonnenblume+, Thymian, (Kätzchen)Weide+, Wilder Wein, Zierquitte.

 

Besonders beliebte Arten in meiner Auflistung wurden mit einem + gekennzeichnet, denn diese Sorten haben sowohl Höchstwerte an Pollen als auch an Nektar zu vergeben!

 

Ein von mir beobachteter Extratipp im Mai/Juni ist die Blüte der Heckenkirsche (siehe obiges Foto).

Dieser niedrige Strauch, der den botanischen Namen „Lonicera nitida“ trägt, ist keine Kirsche sondern ein Geißblattgewächs. Das Laub ist ähnlich dem Buchs und es bleibt auch im Winter grün.

Die strauchige Heckenkirsche wurde von mir zur Unkrautunterdrückung in den Hang hinterm Haus gesetzt.

Damals habe ich es nicht besser gewusst, es war ein Zufalls-Glücksgriff, denn ich habe mit der Heckenkirsche eine Art gesetzt, die von Bienen heftig umschwärmt wird.

Und so erfolgt um die kleinen, cremefarbenen Blüten der Lonicera ein regelrechter Ansturm im Tiefflug.

Eine nach der anderen schwebt ein und summt zufrieden.

 

Und auch toll: Der „Maiblumenstrauch“ (Deutzia). Dieser Strauch wird von den Bienen regelrecht aufgefressen, ein Ansturm geschmackvollster Art mit viel Gesumm! Wenn möglich jedoch immer eine ungefüllte Variante bevorzugen, da kommen die Bienen einfach besser an Pollen und Nektar. Wenn Bienen sich durch viele Blütenblätter kämpfen müssen, sind sie immer fix und fertig und geben auf.

Lasst - wenn ihr euren Garten neu anlegt - einfach die Koniferen weg, ebenso Forsythien und Japanische Blütenkirschen, denn diese werden von Insekten nicht besucht.

 

Übrigens: Eine sehr gute Auflistung zu Pollen- und Nektarquellen für Bienen gibt es vom dt. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, im „Bienenlexikon“:

http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Bienenlexikon.pdf?__blob=publicationFile


fertigteilhäuser für bienen > bezugsfertig!                  ODer: eigentumswohnungen zu verschenken!

Das ist weder das Fertigteilhaus (dazu ist es zu alt, 1313 erbaut), das zum Bezug bereit steht, noch ist es die Eigentumswohnung, die es zu verschenken gibt. Hier wohnt die künftige Imkerin mit dem Imker und mit noch ein paar Bewohnern, teils 2füßig, teils 4füßig & stark behaart und auch welche mit Federn!

In Sichtweite der Imkerin, um immer alle summenden & geflügelten Mitbewohner im Auge zu haben, werden sie wohnen: Die Bienen.

Bereits im Juni wird gesiedelt.

Davor aber werden die Unterkünfte hergerichtet und dazu braucht es Platz, Holz, noch ein paar Sachen wie Schrauben,... sowie einen geschickten Tischler, der das mit der künftigen Imkerin in die Hand nimmt und die Bienenbeuten baut.

 

Die unterschiedlichen Farbleisten dienen übrigens zur Orientierung für die Bienen, schließlich sollen sie ja das richtige Einflugloch finden. Die Bienen haben zwar keine Schule besucht, aber sie lesen nach Farben und die richtige Adresse wird automatisch zur Lieblingsfarbe :)

Eine Bienenbeute besteht aus mehreren Teilen:

Das ist die Rückseite des Fluglochs, es enthält einen Unterboden mit Kunststoffschublade.

Die Rückseite dieses Unterbodens kann von der Imkerin geöffnet werden und damit kann dieser Bereich gesäubert werden, z. B. zur Entfernung toter Bienen oder anderem Gemüll. Die Kunststofflade wird herausgezogen und z. B. auf Varoa-Milben kontrolliert.

Das ist das Innere des Brutraums, in dem die Waben Platz finden werden.

Der Brutraum wird mit einem Innendeckel verschlossen, der auch vor Hitze und Kälte schützt.

Aber das ist noch nicht alles!


Der Platz ist ganz wichtig:

Die Ausrichtung erfolgt von Westen nach Osten, wobei das Einflugloch nach Osten zeigt.
Nicht nur werden die Bienen vom Morgenlicht aufgeweckt, eine Ausrichtung nach Süden würde auch außerordentliche Hitzebelastung in der Beute bedeuten und das kann mit der richtigen Ausrichtung ganz einfach vermieden werden!

Über den Innendeckel kommt noch ein weiterer Deckel zur Isolierung.

Dieser Deckel wiederum wird mit Blech versehen, damit auch wirklich keine Nässe ins Innere des Bienenstocks gelangt. Der Regen kommt meist von oben, soll aber draußen bleiben!

ganz wichtig: Für die Nahrung aus der Umgebung ist gesorgt und davon wird auch im juni noch genügend zur verfügung stehen!

Hahn & Henne sind noch etwas skeptisch, denn bald ziehen die "Neuen" ein.

Bin schon gespannt, wie der Einzug vonstatten geht!!!


Erfolgsgeschichte & Glücksgefühle !!!

Hinterm Haus habe - nein - hatte ich einen Hangbereich, der keine Glücksgefühle in mir weckte!

Mittelsteil bis steil, teilweise sehr sonnig, lehmig-steiniger Boden.

Ein Teil des Grünbereichs ist im Jahreslauf vom Hausdach beschattet (was gut ist).

 

Vor beinahe 7 Jahren habe ich mich darangemacht, diesen Bereich pflegeleicht & sinnvoll zu gestalten. Gut war, dass ich damals eine Erdfläche zur Verfügung stehen hatte, die ich nur noch von Ackerwinden (wilde Mengen, die sich dort breitgemacht hatten) befreien brauchte (hier folgt ein tiefer Seufzer)!

Gut Ding braucht Weile!

 

Die ersten Jahre habe ich während der gesamten Gartensaison - vom Frühling bis in den Herbst - in 2wöchigen Abständen gejätet.

Dass meine Fingernägel in dieser Zeit nie sauber waren, ist klar.

Kein Unkrautvernichtungsmittel, sondern Geduld und Hartnäckigkeit waren gefragt!

 

Gesetzt habe ich ganz zuerst „nur“ Efeu (Hedera helix). Schließlich - so versprachen mir Gartenzeitungen - wird Efeu nach Jahren (noch ist es nicht ganz so weit) zur Vogelnahrung, denn dessen blaue Beeren sind gefragte Nahrungsergänzung bei unseren gefiederten Freunden.

Dort, wo er über die Mauer wachsen darf (was der Efeu inzwischen macht), ist er Vogelschutzgehölz. Nisthilfen, die ich im dichten Efeugrün aufgehängt habe, stehen bezugsfertig zur Verfügung.

 

Zwischen den vielen Efeupflanzen stehen Heckenkirschen (Lonicera nitida), deren kleine Blüten im Frühjahr von den Bienen begehrt werden, genauso wie die Katzerl der Drachenweide (Salis sekka), die von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen besucht werden.

Wildrosen (verschiedene Sorten), eine Mispel (Mespilus germanica), der weltberühmte Bienennahrungsspender „7-Söhne-des-Himmels„-Strauch (dieser Heptacodium miconioides wächst erst seit 2015 und ist daher noch sehr klein und unauffällig), eine Zierquitte (Chaenomeles), Holunder (Sambucus),… teilen sich diesen Grünbereich mit dem Efeu.

Heute brauche ich unkrauttechnisch kaum mehr eingreifen, denn der grüne Dschungel hat seinen Siegeszug angetreten.

 

Dieser Bereich von vielleicht 80 m2 ist inzwischen mein pflegeleichtester Gartenbereich und gleichzeitig eine andere Art von „Bienenwiese“, weil dort viele Blüten auf die Bienen warten.

 

Efeu unterdrückt gekonnt das Unkraut und die inzwischen größer werdenden Stauden bieten dem Efeu Schattenbereiche.

Der Boden hält durch die Beschattung der großen Efeublätter auch in der Sommerhitze sehr gut die Feuchtigkeit (was inzwischen auch die Schnecken schätzen).

Die abgestorbenen Blätter des Efeus und der anderen Pflanzen werden vom Efeuteppich geschluckt und zu Humus, somit sieht es auch immer sehr ordentlich aus im Dschungel.

 

3 Frühling-/Sommer-/Herbstsaisonen habe ich dafür gejätet und es hat sich gelohnt.

(Den Winter schätze ich übrigens als Entspannungssaison und kreative Sammelpause sehr.)

 

Eine echte Erfolgsgeschichte,… auch wenn ich während dieser 3 Jahre nicht dazu hätte befragt werden dürfen!!!

Jetzt aber…

 

Gruß, Astrid

 

PS: Ich schaudere mich nicht davor, dass mein Efeu die Bäume in seinem Wohnbereich schädigt.

Noch wächst mein Efeu überwiegend am Boden und auch wenn er mal zum Baumkletterer wird, so fürchte ich nichts!

Habe ich doch erst kürzlich gelesen, dass Efeu als Baumkletterer demselben weder Wasser noch Nährstoffe entzieht, da die Pflanze zwar dem Licht zustrebt, sich aber über die Bodenwurzeln versorgt.

Ich glaube daran… und der Rest wird sich weisen!


das aussehen von bienenstöcken ist unterschiedlich!