Igel füttern!?

 

Igel, wie die meisten von uns wissen, sind nachtaktiv.

 

Wenn wir einen Igel tagsüber im Garten sehen, kann durchaus davon ausgegangen werden, dass er krank ist. 

Nachts, wenn wir (hoffentlich) im Tiefschlaf liegen, macht sich der Igel auf Nahrungssuche. Käfer, Raupen, Regenwürmer, Larven, Schnecken,… stehen auf seinem Speiseplan. Er ist Fleischfresser und ignoriert vegetarische Menüangebote gänzlich.

 

Igel sind reiselustig und nicht reviertreu. Man kann sie aber mit Katzenfutter durchaus anlocken, und wenn daneben auch noch eine Wasserschale steht (was besonders in heißen Sommer eine Wohltat ist), dann kann es durchaus vorkommen, dass man einen Esser mehr durchfüttert.

 

Besonders junge Igel und Igelmütter, die durch die Aufzucht ihrer Jungen Gewicht verloren haben, müssen sich vor dem Winter Gewicht anfuttert. Diese Reserven bringen sie durch den Winter. Ein ausgewachsener Igel wiegt im Schnitt zwischen 800 g und 1000 g, ein gut genährter kann sogar 1,5 kg auf die Wage bringen.

Übrigens: Genauso wenig wie Katzen Milch vertragen, die davon Durchfall bekommen, verträgt auch ein Igel keine Milch. Also einfach beim Wasser als Durstlöscher bleiben.

 

Wer sind des Igels größte Feinde? Das Auto, der Mensch, Dachs und Eule sowie Feuer.

 

Warum Feuer?

Igel neigen dazu sich in angehäuften, losen Schnittabfällen (aufgeschichtetes Schnittgut, Äste, Laub,…) zu verkriechen, denn diese Ast- und Laubhaufen bieten perfekte Schlafplätze. Wenn dann der Gärtner seinen aufgehäuften Schnitthaufen abbrennt (war nicht überall erlaubt ist, aber trotzdem praktiziert wird), verbrennen die Igel logischerweise mit. Sonnwendfeuer, Gartenfeuer sind mit verantwortlich für viele tote Igel.

 

Eine tolle Webseite, die viele Fragen zum Thema Igel beantwortet, habe ich gefunden:

http://www.igelinnot.at/

 

Gruß, Astrid

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