Pestwurz (Petasites) oder auch „Scheißbletschn’n“

 

 

 

 

Der Pestwurz wurde heilende Wirkung gegen die Pest nachgesagt, daran erinnert heute noch der Name dieser Pflanze.

 

Aber, und das habt ihr vielleicht schon einmal gehört… oder auch nicht, die Blätter der Pestwurz wurden früher (vielleicht vereinzelt auch noch heute) als Verpackungsmaterial verwendet. Auf den Almen wurde – darin gut eingewickelt – die Butter aufbewahrt. Aber nicht nur als recyclingfähiges Verpackungsmaterial, sondern auch in Form eines besonderen Zusatznutzens wurden die Pestwurzblätter verwendet.

 

Stellt euch vor ihr müsst dringend auf die Toilette!

Weit und breit ist natürlich nirgends flauschig-weiches Toilettpapier verfügbar. Dann drängen sich die Blätter der Pestwurz nahezu auf, und genauso wurden die Pestwurzblätter auch verwendet, als Toilettpapier.

Daher hat die Pestwurz umgangssprachlich auch den wenig schmeichelhaften Namen „Scheißbletsch’n“ erhalten.

Da bleibt nur zu hoffen, dass damit keine Verwechslungen geschehen (sind). Küche, WC,…

 

Gruß, Astrid

 

Übrigens: Wild ist ganz wild auf die Stängel der Pestwurz. Wenn ihr beim Wandern die Blätter der Pestwurz am Boden oder in der Wiese liegend findet, dann heißt das nicht automatisch, dass hier jemand mal ganz dringend musste, sondern dies kann durchaus auch ein Zeichen dafür sein, dass Rotwild scharf auf die frischen und recht saftigen Pestwurzstängel war und sich in einem Vandalenakt über die Stängel hergemacht, die Blätter jedoch nicht aufgeräumt, sondern einfach liegen hat lassen.

 

Die Blätter der Pestwurz halten eben für ganz unterschiedliche Bedürfnisse her :)

 

Gruß, Astrid

Kommentar schreiben

Kommentare: 0